Hier also die versprochene Fortsetzung meines Reiseberichtes:
Nachdem wir in Frankfurt vom Maintower aus die Welt aus einer anderen Perspektive sehen konnten, den Römer besichtigt und über den Eisernen Steg stolziert sind, ging es zurück ins Basislager. Von dort aus brachen wir auf unseren Drahteseln auf um die Umgebung zu erforschen. Es ging bei endlich mal angenehmem Wetter in die Sporthalle eines Nachbarortes. Dort hatte Julia, eine Freundin von Franzi ein Tischtennis-Ligaspiel und erwies uns sogar die Ehre einer kurzen aber durchaus lehrreichen Traininingseinheit. Es ist aber wirklich etwas frustrierend wenn man weiß, dass man, wenn sie es nicht möchte, nicht mal den ersten Return auf die Platte bekommt (zumindest nicht auf ihre Seite). Zum Glück lag auch noch ein mir besser vertrautes Spielgerät herum, dass ich mit Wonne in den Korb beförderte und auch Franzi gelang dies das eine oder andere Mal
.
Die Geschichte des Spiels gegen die aus den Tiefen Bayerns angereiste Damenmannschaft ist schnell erzählt. Die Doppel wurden recht deutlich gewonnen und auch bei den Einzeln gab es wenig spannende Momente. Am Ende stand ein 8:2 Sieg der in dieser Höhe auch verdient war und den wir bei leckerem Kuchen richtig genißen konnten (vielen Dank nochmals an die Gastgeber). Ich weiß nun also auch wie schnell man den Ball wirklich über das Netz bekommen kann. Das kommt im TV nicht mal ansatzweise rüber.

Danach hieß es dann wieder die Rückfahrt anzutreten und so brausten wir auf unseren Rädern zurück. Von dort aus ging es am Abend dann ins Colos-Saal nach Aschaffenburg wo sich „True Collins“ die Ehre gaben. Über 3 Stunden lang lauschten wir in netter Atmossphäre den Klängen von Phil Collins und Genesis. Die Band spielt wirklich auf höchstem Niveau und hat mich mehr als überzeugt. Nach einer Auswertung des Konzertes im „Einstein“ – einer Art Studentenkneipe fuhren wir glücklich und müde nach Hause, denn der nächste Tag sollte meine volle Aufmerksamkeit fordern.
Mehr oder weniger ausgeschlafen machten wir uns also am Sonntag auf zur Höhle des Löwen, oder um es weniger aufregend zu beschreiben: zur Heimat von Kara: dem Reitstall. Dort angekommen wurde mir mein vierbeiniger Untersatz vorgestellt und ich bestoch sie zur Sicherheit mit einem Stück hartem Brot, was sie sehr dankbar annahm. Nachdem ich mich mit einem schicken Helm geschmückt hatte, galt es das liebe Tier zu satteln. Da ich natürlich keine Ahnung hatte welcher Riemen wo entlang gelegt werden muss, übernahm Franzi diese verantwortungsvolle Aufgabe. Bereit loszulegen ging es dann in die Arena, eine recht weitläufige Reithalle, zu meiner Enttäuschung aber ohne Sprunghindernisse und Wassergräben
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Catrin, meine Trainerin für die erste Lektion auf dem hohen Ross, erklärte mir,nachdem ich mich in den Sattel geschwungen hatte, was ich zu tun hatte. Ich versuchte mich so gut wie möglich daran zu halten um möglichst lange im Sattel zu bleiben und den Helm überflüssig werden zu lassen. Nach und nach fühlte ich mich sicherer woran Kara mit ihrer ruhigen Art auch sehr großen Anteil hatte. Wahrscheinlich war sie so friedlich weil ich ihr vorher noch ins Ohr geflüstert hatte, dass sie noch ein Brotstück bekommt wenn sie mich nicht abwirft. Es wurde mir auch erklärt wie ich, sozusagen, den zweiten Gang einlege und es ging von nunan flotter voran. An den Haltungsnoten muss ich noch arbeiten, aber angeblich war ich für ein Greenhorn garnicht so übel. Der dritte Gang, auch Galopp genannt, erforderte meine volle Aufmerksamkeit und kam mir dort oben schon ziemlich schnell vor und das mit nur 1 PS. Nach einer halben Stunde wurde dann fachmännisch eingeparkt. Man braucht nicht einmal eine Handbremse , auch wenn kein Gang drin ist
. Ich schwang mich also von meinem Untersatz und belohnte sie mit dem versprochenen Brot. Absatteln konnte ich dann schon fast allein und nach einer herzlichen Verabschiedung gönnten wir Kara ihre wohlverdiente Ruhe. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Catrin für die fachfräuliche Betreuung.
Anschließend wurde mir auch noch Hokus, ein dunkelbrauner Wallach vorgestellt, der im Vergleich zu Kara eine noch imposantere Erscheinung darstellte. Auf ihm ist Franzi sehr lange geritten. Leider darf er aus gesundheitlichen Gründen im Moment nicht gesattelt werden.
Montag verließ ich dann meine überaus gastfreundliche Unterkunft für eine Woche, der Sattel wurde durch mehr oder weniger bequeme Bahnsitze ersetzt, und ich machte mich auf die Reise zurück in die bunte Stadt, wo ich nun wieder meine Zelte aufgeschlagen habe.
Natürlich gibt es auch Bilder von Cowboy-Chrombo (als Belohnung für alle die bis hier gelesen haben), die gegen eine geringe Gebühr als Poster bestellt oder einfach hier (klick mich) angesehen werden können.
Howdy